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01.06.2016 | 08:30 Uhr

Kinder ertrinken leise / Wenn der Gartenteich zur tödlichen Falle wird

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Grafik "Ertrinken"
http://ots.de/A4k01
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Hamburg (ots) - Ertrinken ist die zweithäufigste unfallbedingte
Todesursache bei Kindern. Für Kinder im Krabbelkalter reicht schon
eine Wassertiefe von wenigen Zentimetern, um darin zu ertrinken. Das
ist in etwa der Wasserstand einer Vogeltränke oder eines
Planschbeckens. Und während in Filmszenen Ertrinkungsunfälle meist
mit Hilferufen, viel Geschrei und spritzendem Wasser gezeigt werden,
ertrinken Kinder in der Wirklichkeit leise. Sie machen sich nicht
bemerkbar. "Deshalb kann es für ein Kleinkind schon riskant sein,
wenn Eltern oder Großeltern es im Garten nur wenige Minuten
unbeobachtet lassen", sagen Stephan Schweda, ein Sprecher des
Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), und Dr.
Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH),
in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Doch wie kann so etwas passieren? Zum einen liegt es an der
Neugier der Kleinen, zum anderen an deren Anatomie. Wegen des großen
Kopfes liegt der Körperschwerpunkt eines Kindes relativ hoch, im
Brustbereich. Die Kraft der Arme eines Kleinkindes reicht nicht aus,
um sich hochstemmen, wenn es ins Wasser gefallen ist. Sobald das
Gesicht ins Wasser taucht, schließt sich außerdem in einer
Schockreaktion die Stimmritze im Rachenraum und macht die Atmung
unmöglich. Das Kind erstickt - "trockenes Ertrinken" nennen das die
Ärzte.

GDV und DSH raten Eltern dringend zu wirksamen Vorsichtsmaßnahmen:

- Gartenteiche sollten durch einen Zaun und ein Teichgitter
gesichert werden.
- Selbst eine Vogeltränke kann zur Gefahr werden - sie sollte
erhöht außerhalb der Reichweite von Kindern stehen.
- Planschbecken müssen nach der Benutzung entweder abgedeckt oder
geleert und umgedreht werden.
- Sobald Wasser in der Nähe ist, sollten Eltern ihre Kinder nicht
aus dem Auge lassen.

Grafik zum Thema

Der GDV und die DSH bieten zu diesem Thema die Infografik
"Ertrinken" im druckfähigen Format an. Sie kann heruntergeladen
werden unter www.das-sichere-haus.de/presse/grafiken.



Pressekontakt:
Stephan Schweda, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
e. V., Geschäftsbereich Kommunikation
Tel.: 030 / 20 20 59 44, E-Mail: s.schweda@gdv.de.

Dr. Susanne Woelk, Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH),
DSH-Geschäftsführerin
Tel.: 040 / 29 81 04 62, E-Mail: s.woelk@das-sichere-haus.de.

Quelle: http://www.presseportal.de

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