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20.09.2021 | 17:36 Uhr

Auf die Pilze, fertig, los! - Pilze sammeln im Einklang mit der Natur (AUDIO)

Berlin (ots) -

Anmoderationsvorschlag: Im September geht die Pilzsaison so richtig los. War es in den letzten drei Jahren oft zu trocken für Pilze, sollte in diesem Jahr einiges sprießen, so viel wie es geregnet hat. Und dann sieht man Sie auch wieder: Autos, die am Waldrand parken, aus denen die Sammler mit ihren Körben aussteigen, die sich dann zu ihren ganz geheimen Stellen aufmachen, wo sie schon seit 30 Jahren Pilze sammeln. Aber, es gibt nicht nur Pilze im Wald und deswegen sollte man sich beim Sammeln an ein paar Regeln halten, weiß Jessica Martin.

Sprecherin: Pilze lieben feuchtwarmes Wetter. Jetzt ist also die beste Zeit, um sie zu sammeln. Allerdings ist man im Wald auch im Wohnzimmer der Wildtiere unterwegs, so Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband.

O-Ton 1 (Torsten Reinwald, 17 Sek.): "Und gerade die Pflanzenfresser, die bauen jetzt Fettreserven auf, damit sie den Winter überleben können. Und für, ich sage mal, ein harmonisches Miteinander sollte man auf jeden Fall nicht nachts oder in der Dämmerung unterwegs sein. Da fressen die Tiere, sind stark unterwegs und Hunde sollten möglichst an die Leine, oder eben auf Ruf und Pfiff zurückkommen."

Sprecherin: Vom Unterholz sollte man sich ganz fernhalten, denn einerseits ziehen sich die Wildtiere hier zurück, andererseits wachsen dort gar keine Pilze, weil sie kein Licht abbekommen. Wenn man dann Pilze an den Wegen oder auf Lichtungen findet, heißt es maßvoll sammeln.

O-Ton 2 (Torsten Reinwald, 22 Sek.): "Ich sage mal, ein Körbchen voll für ein bis zwei Mahlzeiten. Mehr ist nach Bundesartenschutzverordnung auch gar nicht erlaubt. Und wenn wir dann Pilze ernten, dann sollten wir sie entweder vorsichtig abdrehen oder abschneiden, damit der eigentliche Pilz, ein ganz unscheinbares Geflecht unter der Erde, nicht zerstört wird und dass dort auch wieder im nächsten Jahr Pilze wachsen."

Sprecherin: Oberstes Gebot beim Sammeln: Bitte nur solche Pilze mitnehmen, die auch essbar sind. Als Anfänger sollte man sich an Steinpilze, Maronen oder Rotkappen halten - sogenannte Röhrenpilze.

O-Ton 3 (Torsten Reinwald, 17 Sek.): "An der Unterseite des Schirmes ist so ein schwammartiges Gewebe und eben keine Lamellen, wie beim Champignon. Bei den Röhrenpilzen gibt es keine wirklich giftigen Pilze. Es gibt den Satansröhrling, der kann Bauchschmerzen verursachen, oder den Bitterling, der macht das Essen einfach ungenießbar, aber man ist schon auf der sicheren Seite."

Sprecherin: Hat man dann sein Körbchen voll, kann man die Pilze bis zu sechs Monate einfrieren oder im Backofen trocknen und später für Saucen nutzen.

O-Ton 4 (Torsten Reinwald, 17 Sek.): "Egal in welcher Form, sie passen perfekt zu Wildbret. Also einfach Wildschweinfilet kurz gebraten beispielsweise mit Maronen oder Steinpilzen, mehr braucht es eigentlich gar nicht. Und wer jetzt Appetit hat, der findet auf wild-auf-wild.de ganz viele Rezepte mit Wild und Pilzen."

Abmoderationsvorschlag: Hunde an die Leine, bleiben Sie weg vom Unterholz und seien Sie bitte ruhig, wenn Sie im Wald Pilze sammeln. Und ganz wichtig: Sammeln Sie nur Pilze, die Sie auch wirklich kennen! Denn einige Speisepilze haben giftige Doppelgänger. Mehr Infos zum Thema finden Sie unter Jagdverband.de.

Pressekontakt:

Torsten Reinwald
Tel.:030/2091394-23
Mail: pressestelle@jagdverband.de

Original-Content von: Deutscher Jagdverband e.V. (DJV), übermittelt durch news aktuell

Quelle: http://www.presseportal.de

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